Der Altar
Der Altar ist aus Stein. Die Altarplatte hat noch die mittelalterliche Vertiefung für eine Reliquie.
Hinter dem Steinaltar steht eine große Bildwand (Retabel). Das Kreuzigungsbild in der Mitte könnte eine (Nürnberger) Kopie eines Gemäldes von Peter Paul Rubens sein:
Auf der linken Seite sind die Freunde von Jesus versammelt: Seine Mutter und der Jünger Johannes.
Am Kreuzesstamm Maria Magdalena.
Auf der rechten Seite stehen die Feinde. Aus ihren Gesichtern ist der Hohn und Spott verschwunden. Ein fast schon umkehrendes Nachdenken hat sich eingestellt. „Der Hauptmann könnte eben gesagt haben: „Fürwahr, dieser ist Gottes Sohn gewesen.“
Die Seitentafel links: Auferstehung und Himmelfahrt Jesu
Die Wächter sind in tiefem Schlaf. Engel heben die Grabplatte hoch. Der auferstandene Herr schwebt empor, Ostern und Himmelfahrt in einem. In der Hand hält er sein Zeichen: Das Kreuz wird zur Siegesfahne.
Unten kommen die trauernden Frauen mit den Salbgefäßen zum Grab. Der Engel wird ihnen sagen: „Was sucht ihr den Lebendigen bei den Toten? Er ist nicht hier. Er ist auferstanden!“
Sie sagen es auch uns.
„Christ ist erstanden von der Marter alle; des solln wir alle froh sein, Christ will unser Trost sein. Kyrieleis.“
Die Seitentafel rechts: Wiederkunft und Jüngstes Gericht
Mit großer Kraft und in starker Lebendigkeit kommt der Herr wieder: „Siehe, er kommt mit den Wolken und es werden ihn sehen alle Geschlechter.“
Um ihn sind Vollendete, die „schon im Himmel sind“, vorn als Fürbittende Maria und Johannes.
Im unteren Bildteil Menschen in der Auferstehung, voll Erstaunen, neu bekleidet mit den „Kleidern des Heils“ vor den Flammen der Reinigung.
Die Betrachter sollen es ins Herz nehmen:
„Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi.“